aktuelle ausstellung

ivan zozulya

happy end

08.07. – 13.08.2026

eröffnung 08.07. – 19 Uhr

Im Zentrum der Ausstellung steht das titelgebende Gemälde, das zeitgenössische Malerei mit digitalen und analogen Druckverfahren verbindet. Ausgehend von diesem Werk stellt die Ausstellung die Frage, ob es in einer Welt multipler und subjektiver Wahrheiten überhaupt ein Happy End geben kann.

Was bedeutet ein positiver Ausgang für ein Gemälde? Für eine Gesellschaft? Für das Silicon Valley? Oder für Staaten wie die Ukraine oder Russland? „happy end“ reflektiert den Umgang mit Digitalität, Krise und Katastrophe, in der Malerei ebenso wie in der gesellschaftlichen und persönlichen Wahrnehmung.

Es geht um Ängste vor dem Weltuntergang und Sehnsüchte nach diesem, um Resignation und Widerstand sowie um die Suche nach Trost in den vertrauten Bildern und Erzählungen eines kathartischen Endes.

Geboren 1990 in Poltawa, Ukraine studierte Ivan Zozulya von 2012 bis 2019 freie Kunst in der Klasse von Cordula Güdemann an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, wo er auch lebt und arbeitet. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.

Ivan Zozulya lotet mit seiner Arbeit die Grenzen der Malerei aus und erweitert den Begriff eines klassischen Gemäldes durch den Einsatz weiterer Techniken, wie Tuschezeichnungen, Siebdruck, Digitaldruck .... Er erkundet die Beziehung zwischen Darstellung und Wahrnehmung, zwischen dem Figurativen und dem nicht Repräsentativen. In Anlehnung an die Worte von J. W. Mitchell: "Bilder sind keine passiven Agenten, sondern aktive Schöpfer von Bedeutung und Realität" untersuchen die Gemälde das Potenzial Realität zu erzeugen und zu manipulieren. Zozulyas Bilder erforschen die Grenzen der bildlichen Darstellung und hinterfragen, inwieweit Bilder fähig sind, Bedeutungen zu erzeugen, die über das bloße Abbild hinausgehen. Durch die Verwendung von verschiedenen Techniken und Materialien wird die Komplexität von Bildern in der heutigen Zeit und ihr Einfluss auf die Gesellschaft aufgezeigt. Sie sind eine kritische Auseinandersetzung mit der Macht der Bilder und der Notwendigkeit, ihre Wahrnehmung, ihre Glaubwürdigkeit und ihre Interpretation zu hinterfragen.

Mit den für die Ausstellung produzierten Arbeiten reagiert Ivan auf die Dimensionen des Ausstellungsraumes. Die Ausstellungsanordnung fügt der Serie bisheriger sehr unterschiedlicher Präsentationen eine überraschend neue Konfiguration hinzu.

vergangene ausstellungen

henrik reimes

mehr als das universum sterne 

21.05. – 25.06.2026

 

Mit MEHR ALS DAS UNIVERSUM STERNE zeigt Henrik Reimes aktuelle Malereien und Zeichnungen, die im zurückliegenden Jahr entstanden sind. Der Titel verweist auf die ungeheure Anzahl an Nervenzellen im menschlichen Gehirn – und lässt sich ebenso als Glaube an die Unendlichkeit der menschlichen Kreativität lesen, als Glaube an die Kraft von Poesie und Schönheit.

Anders als in vorigen Werkserien, die einer gemeinsamen konzeptuellen oder ästhetischen Idee folgten, ging es Reimes nun darum, mit jedem Bild ganz von vorne zu beginnen, jedes Bild „werden zu lassen, was es will“. Diese Vorgehensweise lässt sich als ein Leitbild für Reimes´ hier gezeigte künstlerische Produktion beschreiben.

Die größte Freiheit und das weiteste Spielfeld liegen für Reimes dabei in der abstrakten Malerei: im Versprechen einer leeren Leinwand und den unerschöpflichen Möglichkeiten, etwas auf ihr auftauchen zu sehen, von dem man nicht sagen kann, was es ist und woher es kommt. Willkürlich oder beliebig wird es allerdings nicht. Neben der Wahl gleich bleibender Formate und Gewebe für seine Arbeiten sind es vor allem Kontraste und Harmonien zwischen bestimmten Materialien, Gesten und Ästhetiken, die Reimes interessieren: flüssig-wolkige Farbschlieren aus Tusche oder pudrig-samtene Pigmentverwehungen treffen auf kantige Formen, brüchiges Gekrakel ringt mit geschwungenen Linien, opake Flächen und pastose Ölpastellspuren spielen mit transparenten Farbaufträgen und der ungrundierten Leinwand.

Und so haben die Bilder eben doch vieles gemein, nicht zuletzt Reimes´ stilistischen Eigentümlichkeiten geschuldet, die sich überall wiederkennen lassen, wie zum Beispiel der eigenwillige Strich. Und weil, wie Reimes sagt, jedes Bild die Möglichkeiten für weitere Bilder „nicht reduziert, sondern eher potenziert“, ist es auch so, dass ein Bild zum anderen führt, ein kleines Detail hier zur Ausgangslage dort wird. Diese kleineren und größeren Beziehungen verbinden alle Arbeiten miteinander, und auch wenn jedes Bild für sich stehen will und kann, lässt einen das versammelte Ensemble an eine wilde Großfamilie aus lauter starken Persönlichkeiten denken.

(Dirk) Henrik Reimes wird im Schwarzwald, im äußersten Südwesten Deutschlands geboren, nahe der Grenzen zu Frankreich und der Schweiz. Nach den Anfängen einer künstlerischen Praxis mit Fokus auf Druckgrafik, Zeichnung und Malerei wendet er sich konzeptuellen und ortsspezifischen Projekten zu, die sich mit Alltagsphänomenen auseinandersetzen und zwischen dokumentarischen und poetischen Ebenen changieren.

Nach seinem Diplom an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart im Jahr 2018 zieht er nach Brüssel, wo bald eine Rückbesinnung auf die ästhetische Produktion im Atelier einsetzt, auf die er sich seit seiner Rückkehr nach Stuttgart im Jahr 2021 fokussiert. Neben skulpturalen Arbeiten – wie zum Beispiel einer beim Durchbruchfestival in der Kirche „St. Maria als“ gezeigten Serie von Objekten aus Salzteig – ist es vor allem die abstrakte Malerei, die ihn aktuell beschäftigt.

Dabei arbeitet er vorzugsweise in Serien, die sich jeweils neuen und eigenen Möglichkeitsräumen verschiedener Ideen, Methoden und Stile widmen. Diese können sich um formale Fragen wie bestimmte Farbkombinationen oder Bildformate drehen, aber auch mit proto-figurativen Assoziationen kokettieren, wie die 2024 entstandene Serie „wanted“ mit dem Leitmotiv der „Köpfe“.

Hans Fähnle – ungesehen

06.03. – 19.04.2026

ZUR 360° AUSSTELLUNGSANSICHT BITTE AUF DAS BILD KLICKEN

Bertram Bartl

annäherung am mexiko

19.09. – 31.10.2025

roots and wings

young artists from addis ababa and beyond

18.07. – 29.08.2025

tyler heidenwag

chroma

23.05. – 04.07.2025

monika supé

enigmata

14.03. – 25.04.2025

paula pelz / walter gutbrod

face2face

04.11. – 13.12.2024

studio bovti

06.09. – 30.09.2024

jürgen wittdorf

grafiken, zeichnungen, drucke, keramiken

25.07. – 23.08.2024

bruno nagel

hat gemacht und machen lassen

06.06. – 11.07.2024

protoplast

posteraktion zur art basel 2024

03.06. – 17.06.2024

basel stadt und basel land

leandro cultraro

der will doch nur spielen

22.03. – 03.05.2024

andrea eitel

ansichten

29.01. – 08.03.2024

mathias perlet

the wolrld is not enough

12.10. – 30.11.2023

boysboystoys!

clement legrand, kit andrews, daniel von alkier

27.07. – 29.09.2023

protoplast

12.06. – 14.07.2023